Rückblick über die Aktivitäten 2019 und Ausblick in die Zukunftsplanung, Bericht über Themen aus dem Stadtrat, die Arbeit des Ortschaftsrates, der Zukunftswerkstatt Laudenbach 2020, Grußworte von Bürgermeister Klaus Kornberger sowie Fragen der Bürger/innen mit Informationsaustausch waren die Schwerpunkte der Veranstaltung.

Bei der Bürgerversammlung am Dienstag, den 19.11.2019, konnte Ortsvorsteher Martin Rüttler in der vollbesetzten AMC-Halle Bürgermeister Klaus Kornberger, Laudenbachs Stadträte Regina Hever und Josef Diemer, Laudenbachs Ortschaftsräte/innen, Pfarrer Burkhard Keck sowie die anwesenden Bürger/innen begrüßen. Im Totengedenken wurde an die verstorbenen Laudenbacher Bürger/innen gedacht. 2019 fanden insgesamt 4 Sitzungen des Ortschaftsrates statt. Dabei wurden eine Vielzahl von Themen besprochen, diskutiert, verabschiedet und bei vielen Aktionen oft selbst mit angepackt.

Über die Aktivitäten des Weikersheimer Stadtrates gab Regina Hever einen Statusbericht ab. Das Jahr 2019 war von vielfältigen und unterschiedlichsten Aufgaben bei den Sitzungen geprägt. Viele Punkte wurden abgearbeitet und neue Projekte sind in der Vorbereitung. Bei der Kommunalwahl im Mai hat es innerhalb des Weikersheimer Stadtrates Abgänge als auch Zugänge gegeben. Hervorzuheben waren besonders die 800 Jahr-Feier in Elpersheim und in Honsbronn. Als Highlight des Jahres kann nach 2 Jahren Bauzeit die Eröffnung der Tauberphilharmonie als Haus für Alle bezeichnet werden. Mit einem beeindruckenden Start und mit viel Spannung wurde in die 1. Saison von Kultur, Musik, Veranstaltungen usw. gestartet. Anfang September war die 600. Kärwe mit einem großen Umzug ein weiterer Höhepunkt im Stadtgeschehen. Fertigstellung und Einweihung Sportplatz, Eröffnung Lidl und Brothaus, Energetische Sanierung der Grundschule, Sanierung von Straßen und Wegen in Laudenbach, Nassau, Queckbronn, Erstellung Baugebiet Planetenweg 1, Fildertor Schäftersheim, Oberndorfer Weg Neubronn, Anbau Kita Schatzinsel, Seniorenresidenz Wohnen Plus mit Außengruppe der Kita waren weitere Projekte in der Umsetzung. Planung und Sanierungsvorbereitung Bauernhalle Schäftersheim, Taubertalhalle Elpersheim, Abbruch ehemalige Ottohalle wurden ebenso in Angriff genommen. Für die Trinkwasserversorung wurde mit der NOW die Fernüberwachung und Betriebsführung vereinbart. In Planung und Vorbereitung ist die Umgestaltung des zentralen Omnibusbahnhofs sowie die Sanierung des Hallenbades in Weikersheim. Ein zentraler Punkt ist die Sicherung und Attraktivitätserhöhung des Schulstandortes mit den Fördergeldern des Digitalpaktes für Schulen. „Die Stadt und der Stadtrat stehen für das neue Jahr vor großen Aufgabenstellungen und Herausforderungen“, so Hever.

Über die Geschehnisse in Laudenbach gab Ortsvorsteher Rüttler anschließend einen Rückblick als auch Ausblick bei seinem Gang durchs „Örtle“ anhand von Bildern. Vom adventlichen Generationennachmittag, Besuch der Sternsinger in der Ortschaftsverwaltung, dem Obstbaumschnittkurs im Rahmen der Obstbaumpflanzaktion der Flurneuordnung sowie der kleinen Feier zu 20 Jahren Flurneuordnung Laudenbach / Haagen. Mit dem Besuch bei Freunden im polnischen Prusice bei einem herzlichen Empfang auf dem Marktplatz, Besuch des dortigen von Hatzfeldgrabes und Ausflügen in die Region wurde erneut die Freundschaft gepflegt und weiter ausgebaut. Als kleinen Meilenstein bezeichnete Rüttler die neuen Räumlichkeiten der Ortschaftsverwaltung, die bei der Umzugssitzung im April übernommen wurden; hell, freundlich, zentral und gut erreichbar. Weitere Maßnahmen, wie die Modernisierung der Tonanlage in der Zehntscheune mit viel Eigenleistung, Sanierung der Erbsengasse, Austausch Wasserleitung Austraße, Reparatur Schachtdeckel in der Hergottstraße und mehr waren Aktivitäten sowohl im Kleinen als auch im Großen. Stolz sind die Laudenbacher auf ihre neue Markelsheimer Weinkönigin Josefin I, die im Mai 2019 die Krone übernahm. Mit einem tollen Empfang wurde sie in Laudenbach begrüßt und hat zwischenzeitlich an vielen Veranstaltungen wie dem Weinfest, Weinproben, Tauberschwarzwanderweg, sowohl die Laudenbacher als auch die Weine der WG Markelsheim präsentiert. Der neu gewählte Laudenbacher Ortschaftsrat hat sich zur konstituierenden Sitzung getroffen und Bürgermeister Kornberger konnte dann in den neuen Räumlichkeiten die Ernennungsurkunde an OV Rüttler übergeben. Rüttler stellte dann noch notwendige Maßnahmen wie im Bereich der Leichenhalle, Brückensanierung zum Bahnhof bzw. über den Bach als auch den Steiglesweg dar. Weitere große Themen für die Zukunft sind in Planung bzw. Umsetzung wie das Lichtmanagement in der Zehntscheune, Sanierungsplan Zehntscheune unter dem Aspekt Feuerwehr, Küche und WC-Anlagen, Erstellung von Erholungseinrichtungen im Rahmen der Flurneuordnung, Konzepterstellung Innenentwicklung von Laudenbach, Fertigstellung Grillplatz Ghäuberg, Sanierung von Feldwegen, Umgestaltung Spielplatz sowie Errichtung einer Kneippanlage. Am Ende der Präsentation bedankte sich Rüttler bei allen, die sich in irgendeiner Art und Weise für Laudenbach eingebracht haben.

Für die Zukunftswerkstatt Laudenbach 2020 präsentierte Paul Mayser die Aktivitäten. Advents- und Osterbrunnen, Stelenaufstellung und Keller-Kul-Tour waren nur ein paar der durchgeführten Aktionen. Bei einem Workshop im Oktober „Wo stehen wir und wie geht`s weiter“ mit Frau Dr. Malburg-Graf wurde ein Rückblick über das bisher geleistete dargestellt. Im Wesentlichen drehte sich dabei jedoch der Blick in die Zukunft. Welche Themen und Herausforderungen stehen für die Zukunftswerkstatt in der Zukunft im Fokus. Topthemen wie: Jugendliche und junge Erwachsene, Kommunikation, punktuelle Projektbeteiligung, Neubürger, Senioren und die Frage auf welche Herausforderungen muss sich Laudenbach bis zum Jahr 2030 einstellen, wurden in 4 Arbeitsgruppen intensiv diskutiert. Bei einem weiteren Workshop am 28.11.2019 werden diese Themen vertieft besprochen. Mit einem Überblick der geplanten Projekte in 2020 und einem Dank an die vielen aktiven Mitstreiter war auch die Aufforderung an neue Mitarbeiter und Sponsoren im Team der Zukunftswerkstatt verbunden.

Bei seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Klaus Kornberger für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Laudenbacher Ortschaftsrat und seinem OV Rüttler sowie allen Bürger/innen. Laudenbach hat mit seiner Vereinsstruktur ein hohes Gut und zeigt sich auch durch ein vielseitiges bürgerschaftliches Engagement. Er wies auf das kulturelle Angebot, die Infrastruktur und das Ambiente in und um Laudenbach hin. Weikersheim selbst hat sich bestens entwickelt, ist eine attraktive Stadt und blickt in eine positive Zukunft, so seine Aussagen.

Bei dem Tagesordnungspunkt „Fragen und Anregungen der Bürger/innen“ wurden Themen wie Zustand der Brücke zur Zehntscheune, Zustand des „Grünstreifens“ in der Marienstraße, Verschmutzung der Weinbergswege, Zustand Parkplatz- und Stützmauersituation in der Mörikestraße, Wendeplatte Steinäckerstraße und mehr aufgegriffen. Für Alexander Öchsner war ein zentraler Fragenpunkt die gesamte Raumsituation der Feuerwehr in der Zehntscheune. Er wies darauf hin, dass dies kein Zustand für die Zukunft ist und hier hoher Handlungsbedarf besteht, was den Verantwortlichen klar ist, auch unter dem Aspekt der Küchen- und WC-Problematik der Zehntscheune. Für Kornberger ist die „Feuerwehr vor Ort wichtig und wird hochgehalten“ so sein Credo. Auf die Frage nach dem Thema Neubaugebiet hat die Innenentwicklung von Laudenbach erste Priorität. Kritik wurde an dem Weinangebot in der Tauberphilharmonie geäußert. Es besteht kein Verständnis, dass hier nicht Weine aus dem örtlichen bzw. dem direkten, regionalen Umfeld angeboten werden. Pfarrer Keck sprach die Frage „Wie stellt sich Weikersheim mit seinen Ortschaften bis zum Jahr 2030 auf die Herausforderungen wie unser Umfeld, Mobilität, Infrastruktur, Situation ländlicher Raum, seniorengerechtes Wohnen, Ökologie, Nachhaltigkeit, digitales Arbeitsumfeld und mehr ein? Pfarrer Keck schlug hierzu einen Arbeitskreis vor, der sich gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung und den Ortschaften Gedanken macht und Ideen entwickelt und dazu Weichenstellungen für 2030 gibt. Man war sich einig, daß ein Entwicklungskonzept fortgeschrieben werden muss, man sich Gedanken um die Zukunft macht, was brauchen wir, wo wollen wir hin und daraus eben die Schritte für eine positive Zukunft definiert werden müssen.

Rüttler bedankte sich in seinem Schlusswort für das hohe Interesse an der Bürgerversammlung. Laudenbach hat Potential durch seine Lage und die Schönheit der Landschaft und man kann stolz sein, hier wohnen zu dürfen. Sein Dank galt besonders dem Engagement des Ortschaftsrates, seinen engsten Mitarbeitern Carola Schulz und Jochen Mündlein, den vielen Laudenbachern die sich aktiv einbringen, sowie die gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof und der Stadtverwaltung. Es war eine harmonische Bürgerversammlung, bei der über die Geschehnisse in Laudenbach und Weikersheim berichtet, ein Rückblick auf das vergangene Jahr mit einem Ausblick auf die kommenden Vorhaben und Projekte gegeben wurde.

Bürgermeister Klaus Kornberger, Ortsvorsteher Martin Rüttler, Ortschaftsräte/innen Laudenbach und anwesende Bürger/innen.

Quelle und Bild: Paul Mayser